Die Vorgeschichte zum Osterweg

Die Bibel berichtet, dass Jesus von Nazareth vielen Menschen Gutes getan hat. Er hat getröstet, geheilt und Wunder vollbracht. Und den Menschen eine hoffnungsvolle Botschaft gesagt: Gott ist bei euch! Trotzdem wurde Jesus verhaftet, verurteilt und hingerichtet.

Wie konnte das geschehen?

Damals war es so:
Die Menschen in Israel lebten nicht frei. Die Römer regierten das Land. Oberster Herrscher war der Kaiser in Rom. Seine Stellvertreter in Israel machten den Juden das Leben schwer. Viele Juden erinnerten sich damals an die alten religiösen Schriften. Dort stand: Gott wird einen Messias, einen Retter schicken. Er wird aus dem alten Königsgeschlecht Davids stammen. Die Juden hofften auf diesen neuen König.

Viele dachten:
Der neue König ruft die Menschen zum Waffen-Kampf gegen die Römer auf!
Doch es gab mehrere Männer in Israel, die sagen: Ich bin der Messias, der neue König! Wer war nun der Richtige?

Andere dachten:
Gott wird den Messias, den König, erst dann senden, wenn wir es schaffen, ohne Sünde und nach Gottes Gesetz zu leben! So lehrten es ja die Hohepriester! Wenn der neue König von Gott kommt, dann werden die Römer ohne Kampf und ohne Blutvergießen vertrieben.

Einen Aufstand gegen die Römer wollten die Hohepriester darum verhindern.
Denn das konnte ja nicht Gottes Wille sein, so dachten sie.

Die Römer spürten die Unruhe im Land.
An großen Festen, wenn viele Menschen zusammenkamen, waren sie besonders aufmerksam. Sie wollen verhindern, dass ein bewaffneter Befreiungskampf beginnt.

Und Jesus?
Viele, auch unter seinen Freunden, dachten: er ist der Messias, der neue König, der den Kampf gegen die Römer anführen wird.
Die Bibel berichtet von seiner Verhaftung und seinem Tod. Aber auch davon, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Am allerersten Ostertag ist er seinen Freundinnen und Freunden erschienen.

Von diesen Ereignissen hört oder lest ihr auf dem Osterweg.