HAUS DES HOHEPRIESTERS

(erzählt nach dem Johannesevangelium, Kapitel 18, Verse 14 – 27)

Die Gerichtsdiener bringen Jesus zum Haus des Hohepriesters.
Der Hohepriester kennt die alten religiösen Schriften sehr gut.
Er soll prüfen: ist Jesus der erwartete Retter und neue König, von dem die alten religiösen Schriften erzählen?

Der Hohepriester fragt Jesus: Was sagst du den Menschen?
Er will wissen, ob Jesus die Menschen zum Waffenkampf gegen die Römer aufgerufen hat. Jesus antwortet: Ich habe nichts Geheimes gesagt.
Ich habe offen und für alle gesprochen, in der Synagoge und im Tempel.
Du kannst die Menschen fragen. Sie wissen, was ich geredet habe.

Der Hohepriester hat trotzdem Sorge: Will Jesus die Menschen zum Kampf gegen die Römer aufrufen? Im Kampf würden viele Menschen sterben! Das darf nicht sein!

Der Hohepriester denkt: es ist besser, wenn es keinen Kampf und Aufstand gibt. Wenn Jesus verhaftet oder hingerichtet wird, dann kommt es nicht zum Kampf.

Der Hohepriester lässt Jesus zu Pontius Pilatus bringen. Pontius Pilatus regiert als Stellvertreter des römischen Kaisers in Israel. Er ist oberster Richter und kann über Leben und Tod entscheiden.

Petrus war den Soldaten und Gerichtsdienern zum Haus des Hohepriesters gefolgt. Einige fragen ihn: bist du nicht ein Freund von Jesus? Petrus sagt: Nein. Er hat Angst, vielleicht wird er auch verhaftet!

Dreimal wird Petrus gefragt. Und dreimal sagt er: ich kenne Jesus nicht.
Da hört er einen Hahn krähen. Petrus wird traurig.
Er erinnert sich, was Jesus beim letzten gemeinsamen Mahl zu ihm gesagt hat: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnet haben!